Die Taufe:


Die Taufe findet in der Regel circa sechs Wochen nach der Geburt statt; der Zeitpunkt (auch wenn viel später) liegt aber grundsätzlich im Ermessen der Eltern. Wer nicht als Kind getauft wurde, dem steht es frei, sich als Erwachsener taufen zu lassen.

Zur Taufe gehören Taufpaten, Menschen, die von den Eltern ausgewählt werden, um dem Täufling im christlichen Sinne ein Leben lang beizustehen. Das heißt Verantwortung zu übernehmen. Viele Menschen fühlen sich »geehrt«, »auserwählt«, wenn die Eltern sie bitten, die Patenschaft für ihr Kind zu übernehmen. Sicher, das stimmt, istaber nur die eine Seite. Wer nicht bereit ist, im Notfall - nehmen wir ein krasses Beispiel: Unfalltod beider Eltern - voll für das Kind einzustehen, der sollte die Patenschaft lieber ablehnen. Außer der menschlichen Integrität, über die der/die Pate(n) verfügen sollen, gibt es noch einen anderen Aspekt, den ich zu bedenken gebe: Die Großeltern des Neugeborenen können durchaus Paten werden, nur, wenn füreinen Sechswöchigen zwei Siebzigjährige die lebenslange Verantwortung übernehmen sollen, kann man sich trotz allen Optimismus ausrechnen, wann die Verantwortlichkeit erlischt. Es ist daher gut, junge Taufpaten zu wählen. Die Zahl der Paten steht den Eltern frei.

 

DIE NOTTAUFE:
Die Nottaufe kann sowohl von einem Laien als auch von einem Geistlichen durchgeführt werden.
Wenn ein Kind in Lebensgefahr schwebt, kann jeder Christ die Taufe, die dann Laientaufe heißt, übernehmen. Wichtig sind die Worte: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Wasser, das dem Kind auf die Stirn getupft wird, kann Leitungs-, Fluß- oder Selterswasser sein. Das Wort, die Aussage ist wichtiger als die Herkunft des Wassers. Die Jähtaufe gleicht der Laientaufe, nur daß ein Pastor bzw. Pfarrer sie ausführt.
(Pastor, Pfarrer, beides ist richtig und nicht von der Konfession abhängig. Die Bezeichnung wechselt von Region zu Region.)


Quellnachweis: Glaubensinformation von Karl Veitschegger