Claus Graf Schenk von Stauffenberg, dt. Militär und Widerstandskämpfer

* 15.11.1907 Jettingen † 20.07.1944 Berlin (hingerichtet)
1926 Eintritt in das 17. Bamberger Kavallerieregiment, 1936 Kriegsakademie Berlin, 1939/40 Stabsoffizier in der Panzerdivision (unter Erich Hoepner), Juni 1940–1943 in der Organisationsabteilung im Oberkommando der Wehrmacht (OKW), ab Februar 1943 Stabschef der 10. Panzerdivision in Tunesien, im April 1943 schwer verwundet (verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger), Stabschef im Allgemeinen Heeresamt (unter F. Olbricht), ab Juni 1944 Oberst, ab Juli 1944 Stabschef des Befehlshabers des Ersatzheeres (Friedrich Fromm).
Von Staufenberg fühlte sich in jungen Jahren dem konservativ-elitären Stefan-George-Kreis verbunden. Nach dem Judenpogrom am 9. November 1938 (Reichskristallnacht) distanzierte er sich vom NS-Regime und wurde während des Zweiten Weltkriegs – aufgrund der brutalen Besatzungspolitik und der Judendeportationen – zum überzeugten Gegner der Nazis. Ab 1942 beteiligte er sich schließlich aktiv am Widerstand und suchte zusammen mit v. Tresckow Kontakt zu anderen Widerstandsgruppen, um Attentatspläne gegen Hitler auszuarbeiten.
Von Staufenberg übernahm schließlich die Aufgabe, Hitler durch eine Bombe am 20. Juli 1944 zu beseitigen, da er Zugang zum Führerhauptquartier in Rastenburg hatte. Er wollte von Berlin aus den folgenden Aufstand und Militärputsch leiten. Das Attentat schlug fehl, und der von Staufenberg in Gang gesetzte Aufstand scheiterte. Generaloberst Fromm, sein Vorgesetzter, ließ ihn noch am Abend des 20. Juli nach einem "Standgericht" erschießen.
