Geschwister Scholl werden verhaftet

Beim Verteilen von Flugblättern in der Universität München werden die Geschwister Hans und Sophie Scholl verhaftet. Sie gehören zum Kern der Münchener Widerstandsorganisation "Weiße Rose", die hauptsächlich aus Studenten, Künstlern und Akademikern besteht und sich offen gegen das NS-Regime wendet.
Ein Hausmeister hatte die beiden Geschwister auf dem Universitätsgelände beobachtet und der Gestapo gemeldet. In ihrer Flugschrift prangerten sie das Hitler-Regime wegen seiner schweren Verbrechen an und riefen zum Widerstand gegen den Staat auf. Es war das sechste Flugblatt der Weißen Rose seit dem Sommer 1942 und über weite Strecken vom Mentor des Studentenkreises, Professor Huber, verfaßt.
Schon vier Tage später wurde gegen Hans und Sophie Scholl sowie gegen den gemeinsamen Freund Christoph Probst (l.) vor dem Volksgerichtshof verhandelt. Roland Freisler war extra angereist, um den Vorsitz zu führen. Alle drei wurden zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tage hingerichtet.
Am 19. April 1943 wurden 14 weitere Mitglieder der Weißen Rose angeklagt. In dem Prozeß wurden der Psychologieprofessor Kurt Huber sowie die beiden Studenten Wilhelm Graf und Alexander Schmorell zum Tode verurteilt und anschließend hingerichtet.