Bee-Gees-Musiker Maurice Gibb ist
tot
- Popstar
schwebte seit Tagen in Lebensgefahr -

1949 - 2003
Popstar Maurice Gibb von den
legendären Bee Gees ist am Sonntag im Alter von 53 Jahren in Miami gestorben.
Sein Tod löste weltweit Trauer aus. Gibb starb nach einem Herzanfall und einer
Notoperation. Fast vier Tage und Nächte rang der 53-Jährige auf der
Intensivstation der Mount-Sinai-Klinik im US-Bundesstaat Florida mit dem
Tod.
Er hatte zuvor in seiner Villa in Miami
Beach über schwere Magenbeschwerden geklagt. Als die Ärzte eine Operation wegen
eines vermuteten Darmverschlusses begannen, erlitt Gibb nach Angaben des
Krankenhauses einen Herzstillstand und musste reanimiert werden. Am Donnerstag
erlangte er noch einmal kurz das Bewusstsein und erkannte mehrere Angehörige.
"Seine Liebe, seine Begeisterungsfähigkeit und sein Lebenswille bleiben eine
Inspiration für uns alle", erklärte die Familie.
45 Minuten nach Mitternacht hatte er am Sonntag den Überlebenskampf verloren. Seine Frau Yvonne und die beiden Kinder Adam und Samantha waren bei ihm. Auch Zwilling Robin und der älterer Bruder Barry, mit denen Maurice über mehr als drei Jahrzehnte große Erfolge feiern konnte, standen am Sterbebett.
Fans versammeln
sich vor Klinik
Weltweit unterbrachen Rundfunk- und Fernsehsender
ihre Programme für die Todesnachricht. Vor dem Hospital in Miami hatten sich
bereits am Samstag hunderte Fans versammelt. Viele harrten bei Kerzenlicht in
der Nacht aus. Am Morgen legten sie Blumen nieder, viele weinten. "Die Musik der
Bee Gees hat mir immer wieder über schwere Stunden hinweg geholfen", sagte ein
älterer Mann Reportern. Gibbs erste Frau, die Sängerin Lulu, und Popstar Michael
Jackson gehörten zu den ersten, die der Familie ihr Beileid bekundeten.
Exzessiver
Lebenswandel
Maurice Gibb hatte lange Zeit exzessiv gelebt, seine
Drogen- und Alkoholsucht jedoch in den letzten Jahren in schweren Kämpfen
überwunden. Der Bassist und Sänger der britisch-australischen Band, die mit
Titeln wie "Words", "Stayin' Alive", "How Deep is Your Love" und vor allem mit
dem Soundtrack zu dem Film "Saturday Night Fever" Evergreens schuf, war am
Mittwoch in die Notaufnahme gebracht worden.
Der "stille Bee
Gee"
In Nachrufen würdigten Musikkritiker den wichtigen Beitrag,
den Maurice Gibb für den Erfolg der Band geleistet habe, obwohl er als Bassist,
Keyboarder und Backgroundsänger stets als "der stille Bee Gee" bezeichnet worden
war. "Die Bee Gees waren auch dank Maurice eine der wenigen Gruppen, die in
jedem Jahrzehnt seit ihrer Gründung Hits hatten", sagte Radio-DJ Pat Sharp.
"Maurice war integraler Teil der Band, ein Drittel ihrer einzigartigen Mischung
von Stimmen", sagte der britische Musikjournalist Paul Gambach. Doch Chris
Hutchins, ein früherer Presse-Sprecher der Bee Gees, erklärte: "Maurice wäre
gerne das gewesen, was Barry und Robin sind - die Stars der Band. Er war nicht
der Star, und das war ihm bewusst."
Dennoch gehörte Maurice Gibb zusammen mit seinen Brüdern - der Name Bee Gees leitet sich aus der Abkürzung von Brothers Gibb ab - in den 60er und 70er Jahren zu den größten Popstars der Welt. Ihre eigentliche musikalische Karriere hatten die Brüder in Australien begonnen, wohin sie mit ihren Eltern 1958 ausgewandert waren. Den Durchbruch zum Welterfolg schafften sie 1967 nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien mit dem Album "Spicks And Specks".
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Maurice Gibb steht vor einem vergrößerten Cover der letzten Bee Gees Platte ''This is Where I Came In''. Das Foto wurde während einer Tour in Hong Kong am 6. Mai 2001 aufgenommen |
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und weitere Links:
Biographie von
Bee-Gees-Musiker und Bassist Maurice Gibb
Maurice Gibb erlitt bei Darmoperation Herzstillstand