Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet
Die Führer des Spartakusbundes und Gründer der KPD, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, wurden nach dem Scheitern des "Spartakusaufstandes" von Freikorps-Soldaten ermordet. Die Tat wurde geleugnet: "Auf der Flucht erschossen" lautete die offizielle Version.

Karl Liebknecht hatte am 9. November 1918 in Berlin vom Balkon des kaiserlichen Schlosses die "Freie Sozialistische Republik" ausgerufen, jedoch fand die Friedenspolitik Eberts und Scheidemanns stärkeren Zuspruch in der Bevölkerung. Anfang Januar 1919 unterschrieb Liebknecht während des Spartakusaufstandes einen Revolutionsaufruf, in dem er die Regierung Ebert-Scheidemann für abgesetzt erklärte und die Übernahme der Regierungsgeschäfte bekanntgab. Dieser Aufruf entfesselte einen Aufstand, der militärisch niedergeschlagen wurde. Karl Liebknecht wurde verhaftet, im Eden-Hotel "verhört" und während seines Abtransportes im Tiergarten erschossen.

Rosa Luxemburg kämpfte illegal und bei Freunden versteckt weiter für die Revolution. Ein Trupp der Einwohnerwehr entdeckte sie, schleppte sie ebenso ins Eden-Hotel zum Verhör. Sie wurde mißhandelt, in ein Auto gezerrt und auf der Fahrt ermordet. Ihre Leiche warfen die Soldaten in den Landwehrkanal.