Kirche - ja bitte!


Apostel Petrus - Statue auf dem Petersplatz in Rom
  • Ich will nicht, dass unsere Gesellschaft dem platten Egoismus verfällt. Daher bin ich froh, dass es Glaubensgemeinschaften gibt, die sich für die gottgeschenkte Würde des Menschen einsetzen.
  • Ich bin gerne Christ. Ohne Kirche wüsste ich nichts von Jesus Christus. Ohne Kirche gäbe es kein Neues Testament. Deshalb kann keiner, der Christ sein will, ernsthaft sagen: Ich brauche die Kirche nicht.
  • Jesus Christus selbst hat Jünger und Jüngerinnen um sich gesammelt und ihnen seine Botschaft und sein Werk anvertraut: "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch" (Joh 20,21). Aus diesem Kreis wuchs die Gemeinschaft der Kirche. "Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Welt!" (Mt 28,20) Wenn Jesus in der Kirche bleibt, darf ich dann gehen?
  • Ich liebe die Sakramente, den Sonntag, die Feste unseres Glaubens (Weihnachten, Ostern etc.), unsere schönen Kirchen und Kapellen, das christliche Brauchtum usw. All das hat wesentlich mit Kirche zu tun.

Zum Nachdenken kann das folgende Zitat des1996 verstorbenen Psychoanalytikers Albert Görres anregen:
"Die Kirche ist, wie die Sonne, für alle da. Für Gerechte und Ungerechte, Sympathen und Unsympathen, Dumme und Gescheite, für Sentimentale ebenso wie Unterkühlte, für Neurotiker, Psychopathen, Sonderlinge, Heuchler und für solche wie Nathanael, 'an denen kein Falsch ist', für Feiglinge und Helden, Großherzige und Kleinliche. Auch für kopf- und herzlose Bürokraten, für Fanatiker und für eine Minderheit von gesunden, ausgeglichenen, reifen,  seelisch und geistig begabten, liebesfähigen Naturen. Diese lange Liste ist nötig, um klarzumachen, was man eigentlich von einer Kirche erwarten kann, die aus allen Menschensorten zusammengerufen ist und deren Führungspersonal auch aus diesem bunten Vorrat stammt."
(Aus: A. Görres - W. Kasper (Hg.), Tiefenpsychologische Deutung des Glaubens? QD 113, Freiburg-Basel-Wien 1988, 134)


Quellnachweis: Glaubensinformation von Karl Veitschegger