Europa: Mont Saint-Michel, Normandie

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966 wurden 30 Benediktinermönche auf Geheiß des normannischen Herzogs Richard I. nach Mont Saint-Michel geschickt, um hier eine große Kirche zu bauen. Dies war eine schwere Aufgabe, da der Felsen pyramidenförmig, die Kirche aber mit 100 m Länge geplant war. Deshalb wurden an manchen Stellen Mauern vom Fuß des Felsens hochgezogen, um eine gerade Plattform zu erhalten auf der die Kirche steht. Die dabei entstandenen Gewölbe dienten den Pilgern später als Unterkunft. |
| Nach der Vollendung der Kirche gründete man eine
Benediktinerabtei, die aufgrund zahlreicher Spenden sehr reich
wurde. Von der Abtei ging aber auch eine sehr große
intellektuelle Ausstrahlung aus. Während der
Blütezeit des Klosters, 1156 - 1186, existierten hier so
viele gelehrte Manuskripte, daß es vom Abt Robert de
Torigni "Stadt der Bücher" genannt wurde.
Zur Anlage führt nur eine Straße empor, die Grand Rue, die vor der im 11. Jahrhundert vollendeten romanischen Abteikirche, eines der ältesten Bauwerke der Normandie, endet. |
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Im Jahre 1204
wurde ein Teil des Klosters, während kriegerischer
Auseinander-
setzungen, niedergebrannt. Dieser Verlust konnte durch eine großzügige Schenkung des französischen Königs Phillipe August mehr als wettgemacht werden. Die 1228 fertiggestellte Abtei wurde als so groß und schön empfunden, daß sie La Merveille (die Wunder- bare) genannt wurde. |