Ernst Thälmann wird im KZ ermordet
Am 18. August 1944 wurde im Konzentrationslager Buchenwald der ehemalige Chef der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann erschossen. Nach dem Attentat vom 20. Juli hatte Hitler mit einer “Säuberungsaktion” begonnen, in deren Verlauf 7.000 Menschen verhaftet, zum Teil massiv gefoltert und in vielen Fällen zum Tode verurteilt wurden. Dieser blindwütigen Aktion fiel auch Thälmann zum Opfer, der bereits wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verhaftet worden und seit nunmehr elf Jahren in deutschen Gefängnissen – unter anderem als Untersuchungshäftling in Moabit, danach für sechs Jahre in Schutzhaft in Hannover und zuletzt in Bautzen – inhaftiert war.
Am späten Abend des 17. Augusts traf der Gefangene im Konzentrationslager Buchenwald ein, wo er – Augenzeugen zufolge – auf dem Weg zu den Krematorien hinterrücks erschossen wurde. Der deutschen Bevölkerung wurde mitgeteilt, der Politiker sei bei einem Luftangriff der Alliierten auf das Konzentrationslager ums Leben gekommen.