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Menschen in aller Welt kennen das Tagebuch
der Anne Frank, die sich - 1929 als Kind
jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren -
während des Naziterrors mit ihrer Familie in
einem Amsterdamer Hinterhaus verbergen
konnte, bis sie 1944 entdeckt und deportiert
wurde. Und die durch ihren Tod 1945 im
Konzentrationslager Bergen-Belsen zum Symbol
geworden ist für Millionen von Juden, die der
Rassenpolitik Hitler-Deutschlands zum Opfer
fielen.

Anne Frank wird am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren. Anne Frank ist die zweite Tochter von Otto Frank und Edith Frank-Holländer Die Familien Frank und Holländer sind jüdische Familien, die schon seit Jahrhunderten in Deutschland wohnen.

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Im Jahre 1933, als Anne gerade vier Jahre alt ist, wird Hitler Reichskanzler und es stellt sich heraus, was die wirklichen Absichten der Nazis sind. Sie schaffen die Demokratie ab und verbieten alle Parteien außer der NSDAP. Jeder der widerspricht wird zusammengeschlagen oder in eines der neu eingerichten Konzentationslager gebracht. Hitler versucht, den Hass gegen die Juden anzustacheln und für die Juden wird das Leben immer schlimmer.

Franks machen sich deshalb große Sorgen und beschließen, Deutschland zu verlassen und in die Niederlande umzuziehen. Im Herbst 1933 findet Otto Frank eine geeignete Wohnung in Amsterdam und die Familie zieht um. In ihrer Nachbarschaft wohnen noch mehr Juden, die aus Deutschland geflohen sind. Anne ist nun fünf Jahre alt und geht zunächst zwei Jahre in den Montessori-Kindergarten und danach in die Montessori-Schule.

Am 10.Mai 1940 überfällt die deutsche Armee unerwartet die Niederlande; am 1. Dezember 1940 zieht die Firma von Otto Frank in die Prinsengracht 263 um. Die Situation für die Juden in den Niederlanden wird immer schlimmer. Die deutschen Besatzer haben beschlossen, die Juden in Arbeitslager nach Deutschland zu bringen.

 

 

  Otto und Edith Frank lassen Anne so lange wie möglich im Ungewissen über die ihnen bevorstehenden Gefahren. Erst einige Tage bevor sie untertauchen, erzählt Annes Vater, daß sie nicht in ein Lager gehen, sondern sich vor den Deutschen verstecken werden. Am 5. Juli 1942 erhält Margot die Aufforderung, sich zum Arbeitseinsatz zu melden; am nächsten Tag taucht die Familie unter. Obwohl das Leben im Versteck für Anne Frank anfangs noch ein aufregendes Abenteuer war, wurde das Hinterhaus schon bald zu klein für ihre temperamentvolle Persönlichkeit.

 

  Deshalb verstecken sich Anne und ihre Familie am 8. Juli 1942 im Hinterhaus der Prinsengracht 263. Sie teilen ihr Versteck mit vier anderen Personen. Tagsüber dürfen die Untergetauchten nur flüstern und weder den Wasserhahn aufdrehen noch die Toilette benutzen.

In der Zeit im Hinterhaus wird Annes Tagebuch zu ihrer guten Freundin.

 

  Einige Wochen vor ihrer Verhaftung beschreibt Anne Frank, wie schwer es ihr fällt, wider besseres Wissen optimistisch zu bleiben.

 Am 4.August 1944 werden die Franks und ihre Mitbewohner verraten. Die deutsche Polizei dringt ins Hinterhaus ein.

Am 3.September, werden aus dem Durchgangslager Westerbork in den Niederlanden, Anne und die sieben Untergetauchten, zusammen zusammen mit vielen anderen mit dem letzten Transport in das Konzentationslager Auschwitz in Polen gebracht.

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Nach einem Monat (Ende Oktober 1944) in Auschwitz werden Anne Frank und ihre Schwester Margot in das Konzentrationslager Bergen-Belsen transportiert.
In diesem Lager sterben täglich Tausende von Menschen durch Hunger und Krankheit.
Ein paar Wochen bevor das Lager von den Engländern befreit wird bekommen Margot und Anne Typhus und sterben kurz nacheinander im März 1945.

Von allen Untergetauchten überlebt nur Otto Frank die Lager.

Annes Tagebuch wird 1947 gefunden und unter dem Titel "Het Achterhuis (Das Hinterhaus)" veröffentlicht, die deutsche Übersetzung erscheint 1950.

 

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Tagebuch:

"Es ist ein Wunder, dass ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unerfüllbar. Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube. Es ist mir nun einmal nicht möglich, alles auf der Basis von Tod, Elend und Verwirrung aufzubauen.

Ich sehe, wie die Welt langsam mehr und mehr in eine Wüste verwandelt wird, ich höre immer stärker den anrollenden Donner, der auch uns töten wird, ich fühle das Leid von Millionen Menschen mit, und doch, wenn ich nach dem Himmel sehe, denke ich, dass alles sich wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte ein Ende haben muss." (15. Juli 1944)

Das Tagebuch 1955 wird von Frances Goodrich und Albert Hackett für das Theater bearbeitet; es wird mehrmals verfilmt und in ungefähr 30 Sprachen übersetzt.

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Quelle: Anne Frank Haus Niederlande und andere unbekannte Quellen aus dem Internet.